Ost - West - Kooperation

Im Entstehungsprozess Herbst 1989 begab sich die Gründungs-Crew von Theater Titanick auf die Suche nach geeigneten Akteuren, d.h. Schauspielern, Musikern und kreativen Technikern. Beseelt von dem Gedanken, eine neue Open Air Theatergruppe ins Leben zu rufen, wurden Künstler in NRW und darüber hinaus angeworben. Doch schon bald stellte sich heraus, dass die Idee "Open Air Theater" zwar für gut befunden wurde, jedoch der Zweifel und das Unbehagen groß war, sich aus den beheizten Umgebungen zum Teil subventionierter Theater herauszuwagen in ein Abenteuer, das doch unwirtlich und unbequem schien. Kurzum, es gab Schwierigkeiten, ausreichend Personal für ein solches längerfristiges Unternehmen zu finden.

Ein Kulturaustausch zwischen NRW und Sachsen brachte eine Wendung in dieser Frage. Das Theater im Pumpenhaus aus Münster wurde nach Leipzig eingeladen und Stony Assmann - Gründungsmitglied des Theater Titanick - nahm Kontakt zu dort lebenden Künstlern auf.

Trotz allgemeiner Unsicherheit in Bezug auf zukünftige Lebensbedingungen stieß Stony Assmann auf Offenheit und Wohlwollen, und es wurde eine Verbindung zu der einzigen "freien Theatergruppe" in Leipzig vermittelt - dem Theater aus dem Hut.

Der Kontakt wurde schnell hergestellt und im Februar 1990 trafen Uwe Köhler und Stony Assmann auf die Akteure des Theater aus dem Hut. Das Konzept der ersten Performance zum Thema "Titanic" stieß auf Begeisterung und es wurde eine mehrmonatige Proben- und Experimentierphase in Münster vereinbart. Von Mai bis Juli wurde im Gelände des Wasserschloss "Haus Stapel" die erste "TITANIC" - Vorführung geprobt und am 4. August 1990 am Aasee zur Aufführung gebracht. Seitdem ist eine enge Kooperation zwischen Münster und Leipzig gewachsen, ein Zusammenspiel von unterschiedlichen kreativen Kräften, die sich gegenseitig befruchten und im Laufe der vielen Jahre gemeinsam herausragende Projekte entwickelt haben.

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